Findustrial und Avenue Managed Services bringen Equipment-as-a-Service in den US-Markt

Einen einzelnen Equipment-as-a-Service-Deal zu finanzieren ist machbar. Ein ganzes Portfolio in den USA zu betreiben ist eine andere Sache. Dafür arbeiten Findustrial und Avenue Managed Services ab sofort zusammen: damit Hersteller mit einem Angebot beim Kunden ankommen, nicht mit einem Versprechen.

Findustrial
Vertreter von Findustrial und Avenue Managed Services vor einem Servitization-Neonschriftzug anlässlich ihrer Partnerschaft für Equipment-as-a-Service im US-Markt

Wer Maschinen nach Nutzung abrechnen will, braucht drei Dinge auf einmal: ein Geschäftsmodell, das trägt. Kapital, das es finanziert. Und ein System, das den Betrieb übernimmt, sobald der erste Vertrag unterschrieben ist. Fehlt eines davon, kommt das Vorhaben nie beim Kunden an. Findustrial und Avenue decken gemeinsam alle drei ab.

Woran es in den USA meist hängt

Nicht am Geld. In den USA werden rund 58 Prozent aller Investitionen in Ausrüstung und Software finanziert statt gekauft, in der Privatwirtschaft sogar 64 Prozent (Equipment Leasing and Finance Association, 2026). Dass man für die Nutzung zahlt und nicht für das Eigentum, muss dort niemandem erklärt werden.

Es hängt an der Art der Finanzierung. Ein Equipment-as-a-Service-Modell verlangt vom Kapitalgeber, dass er nutzungsabhängige Zahlungen, Verfügbarkeitszusagen und ein Restwertrisiko akzeptiert, statt einfach eine Maschine zu beleihen. Darauf lassen sich nur wenige ein. Avenue kennt diese Häuser und weiß, wie ein Geschäft strukturiert sein muss, damit sie unterschreiben.

Die zweite Hürde kommt früher, beim Angebot selbst. Was wird abgerechnet, wie wird das Risiko eingepreist, was steht im Vertrag, wie wird die Maschine refinanziert. Diese Fragen klärt Findustrial gemeinsam mit dem Hersteller. Anschließend läuft das Modell auf der Equipment-as-a-Service-Plattform von Findustrial: Verträge, Nutzungsdaten, Abrechnung, Portfoliosteuerung. Nach diesem Muster arbeiten heute Hersteller aus Robotik, Recycling- und Abfalltechnik, Nutzfahrzeugbau, Ladeinfrastruktur, erneuerbaren Energien und Sondermaschinenbau.

Was der Hersteller davon hat

Ein Angebot, das der Vertrieb morgen auf den Tisch legen kann: abgerechnet pro Stunde, pro Tonne oder pro Zyklus statt zum Kaufpreis. Eine Finanzierung, die bereits steht. Und kein eigenes Vertrags-, Abrechnungs- und Refinanzierungswesen, das erst aufgebaut werden müsste, bevor der erste Abschluss möglich ist.

Der Hersteller beginnt nicht bei null, sondern mit Modellen, die sich im Betrieb bewährt haben. Und statt dass ein Team alles auf einmal lernen muss, teilen sich zwei Partner die Strecke: Strategie, Modellentwicklung, Finanzierung, Umsetzung, Nutzungsdaten, Abrechnung, Portfoliosteuerung, Skalierung.

Die Brücke in den US-Markt für europäische Hersteller

Für Maschinenbauer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das der Teil mit dem größten Hebel. Technik, Kundenbeziehungen und ein funktionierendes Geschäftsmodell sind zu Hause längst da. In den USA gelten trotzdem andere Regeln: bei der Finanzierung, bei Verträgen und Risikoverteilung, bei dem, was ein Kunde dort erwartet, und beim Zugang zu Kapital.

Gemeinsam übertragen Findustrial und Avenue ein bestehendes Modell auf den US-Markt. Der Hersteller muss dafür in Nordamerika keine eigene Finanzierungs- und Servicestruktur aufbauen. Findustrial bringt die Beziehungen zu den europäischen Herstellern und die laufenden Modelle mit, Avenue sein Netzwerk an amerikanischen Kapitalpartnern.

Das ist mehr als Export. Der Hersteller tritt in den USA mit einem Angebot an, das sich über Nutzung und Leistung verkauft, nicht über den Maschinenpreis. Und wer dort schon liefert, stellt nichts um: Das Equipment-as-a-Service-Angebot ergänzt den klassischen Verkauf, es ersetzt ihn nicht.

Wir sehen in dieser Partnerschaft eine große Chance, europäische Technologie und den US-Markt zusammenzubringen. Europäische Hersteller sollen sich auf das konzentrieren können, was sie am besten können: ihre Technologie und ihre Kunden. Was ein As-a-Service-Angebot in den USA darüber hinaus braucht, Servitization-Know-how, die operative Abwicklung und die Finanzierung, decken Findustrial und Avenue gemeinsam zu einem großen Teil ab.

Peter Lobin
Co-Founder & Partner | Avenue Managed Services

Warum sich das Modell mit der Zeit auszahlt

Beim klassischen Maschinenverkauf ist das Geschäft abgeschlossen, wenn die Maschine geliefert, in Betrieb genommen und bezahlt ist. Bei Equipment-as-a-Service fängt es dort erst an. Hersteller, Betreiber, Serviceteam und Kapitalgeber werden an denselben Größen gemessen: Leistung, Verfügbarkeit, Auslastung und dem Ergebnis, für das der Kunde bezahlt. Aus dem einmaligen Verkauf wird wiederkehrender Umsatz. Und die Nähe zum Kunden im laufenden Betrieb ist kein Zusatzservice mehr, sondern das Geschäft selbst.

Unsere Kunden in Europa haben Equipment-as-a-Service vom Konzept in den täglichen Betrieb gebracht. Wir wissen, was es braucht, damit ein solches Modell nach der Unterschrift auch läuft. Peter kennt den US-Markt und die Kapitalgeber, die diese Programme finanzieren. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass ein Hersteller dort mit einem fertigen Angebot auftritt statt mit einer Absichtserklärung, ganz gleich, ob er sein Modell in den USA aufbaut oder aus Europa mitbringt.

Günter Hehenfelder, Co-Founder and CEO of Findustrial
Günter Hehenfelder
Co-Founder & CEO | Findustrial

Nächste Schritte

Beide Partner arbeiten bereits an konkreten Projekten. Die ersten gemeinsamen Referenzen folgen, sobald sie in Betrieb gehen. Hersteller auf beiden Seiten des Atlantiks, die ein Equipment-as-a-Service-Angebot für den US-Markt prüfen, erreichen beide Partner: Findustrial in Europa, Avenue in den USA.

Über Avenue Managed Services

Avenue Managed Services ist auf Servitization spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, strukturiert und finanziert As-a-Service-Programme für Hersteller und Systemintegratoren und bringt dafür Technologie, Serviceleistungen, Kunden und Kapital zusammen. Das Ziel: messbare Ergebnisse über die gesamte Lebensdauer der Technologie liefern und daraus ein tragfähiges Geschäft machen.

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