Das Seal of Excellence vergibt die Europäische Kommission an Projektanträge, die die anspruchsvolle Bewertung der Horizon-Europe-Programme mit Bestnoten bestehen, aber aus dem begrenzten Budget des jeweiligen Calls nicht finanziert werden können. Das Siegel bescheinigt, dass ein Projekt die EU-Qualitätskriterien für Exzellenz, Wirkung und Umsetzung erfüllt, und öffnet die Tür zu Mitteln aus anderen öffentlichen Quellen wie nationalen Programmen oder dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Findustrial erhielt das Seal of Excellence 2025 nach der Einreichung beim EIC Accelerator, dem EU-Programm für Deep-Tech-Scale-ups. Der Antrag verfehlte die Budgetgrenze des EIC um rund 20 Plätze, eine EIC-Förderung gab es daher nicht. Das Siegel qualifizierte das Projekt aber für eine EFRE-Förderung des Landes Oberösterreich, fast in der Höhe, die ursprünglich beim EIC beantragt war. So konnte das Plattformprojekt, eine digitale Plattform, mit der Maschinenhersteller Equipment-as-a-Service-Geschäftsmodelle starten, pilotieren und skalieren, mit 1,7 Millionen Euro Kofinanzierung umgesetzt werden.
Die Förderung war auch den Medien eine Meldung wert: Am 17. Juli 2025 berichtete brutkasten über die EFRE-Förderung von 1,7 Millionen Euro für die Findustrial-Plattform, mit einem Zitat von Victoria Racher und einem Rückblick auf den bisherigen Weg des Unternehmens, inklusive der siebenstelligen Runde mit dem Payment-Unternehmen Bamberger.
Wie es vom EIC-Antrag über das Siegel zur EFRE-Förderung kam, hat Mitgründer Martin Gruber im Oktober 2026 in einem Webinar mit der Business Upper Austria erklärt.
Auszeichnung: Seal of Excellence, Europäische Kommission, 2025. Berichterstattung: brutkasten, 17. Juli 2025. Dazu passend: EU-Förderung für die Findustrial-Plattform.