EaaS richtig verkaufen: Warum „No CAPEX“ allein nicht reicht

Weil sie sich auf „No CAPEX“ beschränken – ein Argument, das klassische Leasinganbieter meist günstiger anbieten können. Ohne ein konkretes operatives Problem zu lösen, relevantes Risiko zu verlagern oder einen klaren TCO-Vorteil nachzuweisen, fehlt Kunden ein überzeugender Grund für den Wechsel.

Kunden zahlen für Entlastung von nicht-kernrelevanten Aufgaben, für die Übernahme von Technologie- und Leistungsrisiken sowie für einen belegbaren wirtschaftlichen Vorteil. Erfolgreiche Beispiele wie AGILOX oder 5-Cent Energy zeigen, dass nicht die Finanzierung entscheidet, sondern der konkrete Nutzen im Betrieb.

Nein. Pay-per-Use ist lediglich ein Preismechanismus. Equipment-as-a-Service geht weiter: Der Anbieter übernimmt klar definierte Aufgaben und Risiken über den gesamten Lebenszyklus und belegt mit transparenter TCO-Logik, dass das Modell Kauf oder Leasing über die Laufzeit wirtschaftlich überlegen ist.

1. Von „No CAPEX“ zu echtem Kundennutzen

In den letzten Jahren haben fast alle industriellen OEMs dieselbe Botschaft gehört: „Macht aus euren Maschinen einen Service. Keine Anfangsinvestition. CAPEX raus, OPEX rein.“

Das klingt attraktiv. In der Praxis zeigt sich jedoch:
Nur wenige EaaS-Modelle schaffen den Sprung aus der Pilotphase. Viele bleiben bei einzelnen Referenzkunden stehen.

Der Grund ist simpel:

„No CAPEX“ ist kein Mehrwert. Es ist heute eine Selbstverständlichkeit und Leasinganbieter können diesen Teil meist günstiger abbilden.

Erfolgreiche EaaS-Modelle unterscheiden sich nicht durch Finanzierung, sondern dadurch, dass sie ein konkretes, nicht-strategisches Problem des Kunden besser lösen als jede Alternative – und dabei messbaren wirtschaftlichen Nutzen liefern.

In diesem kurzen Artikel werden wir anhand konkreter Beispiele aus den Bereichen Robotik, Elektrowerkzeuge und Solarenergie aufschlüsseln, was EaaS-Kunden wirklich wollen.

2. Warum viele EaaS-Angebote scheitern

Bei der Analyse nicht skalierender EaaS-Modelle zeigen sich immer wieder drei Muster:

  1. Sie kopieren Finanzprodukte
    Das Angebot ist faktisch ein Operating Lease mit neuem Namen:
    monatliche Rate, keine Anzahlung, flexible Laufzeit – aber keine Veränderung bei Verantwortung, Risiko oder Ergebnis.
  2. Sie ignorieren den operativen Schmerz
    Der Pitch richtet sich an Finance („Bilanzentlastung“), während der eigentliche Schmerz woanders liegt:
    fehlende Skills, Ausfallzeiten, Komplexität, Planungsunsicherheit im Betrieb.
  3. Ihnen fehlt es an harter Ökonomie.
    Es gibt keinen glaubwürdigen TCO-Vergleich mit Kauf oder Leasing. Die Kunden können nicht erkennen, inwiefern dieses Modell über einen Zeitraum von 3-7 Jahren besser ist, also greifen sie auf das zurück, was sie kennen.

Dabei ist der Markt klar in Bewegung: Die 2020er-Jahre gelten als Dekade der nutzungs- und ergebnisbasierten Modelle. Der Wechsel von einmaligen CAPEX-Verkäufen hin zu laufenden OPEX-Modellen ist real – aber nur tragfähig, wenn der Nutzen über Finanzierung hinausgeht. (Quelle).

Das Potenzial ist real – aber nur dann, wenn das Wertversprechen deutlich über reine Finanzierung hinausgeht.

Was Kunden wirklich kaufen - zwei erfolgreiche Beispiele

Movement-as-a-Service

Agilox verkauft keine autonomen mobilen Roboter. Sie verkaufen "Movement" - inklusive Flexibilität, Verfügbarkeit und Risikoverlagerung.

Warum Kunden kaufen:

Energy-as-a-Service

Statt Solaranlagen zu verkaufen, liefert 5-Cent Energy Kilowattstunden – günstiger und stabiler als Netzstrom.

Warum Kunden kaufen:

4. Das gemeinsame Muster erfolgreicher EaaS-Modelle

Sie beseitigen eine nicht zum Kerngeschäft gehörende Belastung
– Sie verlagern ein bedeutendes Risiko vom Kunden weg
– Sie zeigen einen klaren, quantifizierbaren wirtschaftlichen Vorteil

Welche Aspekte im Fokus stehen, unterscheidet sich je nach Branche und Anwendung.
Der einzige verlässliche Weg dorthin sind strukturierte Gespräche mit Kunden – nicht Annahmen aus dem Finanzmodell. Aber es gibt einen zuverlässigen Weg, dies herauszufinden: Führen Sie strukturierte Gespräche mit Ihren Kunden.

von Claudio Lamprecht

Head of OEM Sales

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